Kaisergebirge - August 2021

 Zeitraum: 05. bis 14.08.2021

                        Art: Sommerausfahrt

 Gruppe: Bergkatzen

Unsere Sommerausfahrt begann um 9 Uhr morgens am Seelturm. Nachdem wir das restliche Material auf unsere Fahrräder verteilt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Dort nahmen wir zunächst die Regionalbahn nach München. Von dort aus ging es weiter nach Kiefersfelden an der österreichischen Grenze. Mit dem Rad ging es, die letzten 20 Kilometer weiter nach Walchsee. Auf dem Campingplatz Seemühle schlugen wir unsere Lager für die kommenden Tage auf.
Am Tag nach unserer Anreise war uns das Wetter leider nicht wohl (Achtung Wortwitz) gesonnen. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen, einen kleinen Gipfel, die Horauer Spitze, zu erklimmen. Als das Wetter am Abend besser wurde, entschieden wir uns noch eine kleine Radtour zur Feldalm zu absolvieren. Dort haben wir leckeren Käse gekauft.
Am darauffolgenden Tag ging es mit dem Rad zunächst ins Inntal und dann dort am Fluss entlang bis Morsbach. Unser Ziel war ein Klettergebiet, an welchem wir einen Tag mit Sportklettern verbrachten. Trotz der teils speckigen Routen hatten wir viel Spaß bei herrlichem Wetter. Zurück auf dem Campingplatz bat uns die Campingplatzbesitzerin, aufgrund einer Unwetterwarnung, den Campingplatz zu verlassen. Mit anderen Campern zusammen verbrachten wir zwei Stunden vor einem vor Wind schützenden Bauernhaus. Da der Regen noch immer nicht aufgehört hatte, entschieden wir uns, mit samt Campingkocher und Geschirr dort unsere Abendessen zu kochen. Gegen Mitternacht klarte der Himmel wieder auf und wir konnten die Nacht wie geplant im Zelt verbringen.
Ein wenig übernächtigt wollten wir dennoch ein kleines Abenteuer wagen. In einer alten DAV-Karte hatten wir Steigspuren auf den Miesberg entdeckt, welche in neueren Karten nicht mehr zu finden waren. Tatsächlich gelang es uns den Pfad zu finden. So hatten wir gegen Mittag den Gipfel erreicht. Der Weg zurück zum Campingplatz war weiter als gedacht und führte auf Pfaden mehrere Kilometer durch Wald und Wiesen.
Da sich der Campingplatz am Fuße des Zahmen Kaisers befindet, war es unausweichlich, einen der höchsten Berge des Gebirges, die Pyramidenspitze zu besteigen. Um Kraft zu sparen nahmen wir auch hier die Räder, um so weit wie möglich auf den Forstwiesen Höhenmeter zurückzulegen. Der Aufstieg erfolgte teils über Geröllfelder, teils auf gesichertem Steig. Das Gipfelvesper hatten wir uns redlich verdient. Abends regnete es erneut, jedoch fanden wir einen kreativen Weg trotz dessen draußen zu kochen (Tipp: Regenschirm)
Den nächsten Tag verbrachten wir mit Baden und Kanufahren am See. Am Abend brachen wir noch zu einer kleinen Radtour auf.
Am nächsten Morgen packten wir unsere Tarps und Zelte zusammen und fuhren mit den Rädern nach Kufstein. Die Fahrräder versteckten wir geschickt im Wald und betraten nach vielen Treppenstufen das Kaisertal. Im Anton-Karg-Haus verbrachten wir unsere erste Hüttennacht. Am Morgen packten wir wieder unsere Sachen zusammen und stiegen weiter auf, bis wir das Stripsenjochhaus erreichten. Der Tag hatte jedoch noch nicht richtig begonnen. Wir planten nämlich bis zum Ellmauer Tor zu wandern. Über einen Steig und ein Geröllfeld ging es durch die Steinerne Rinne bergauf. Oben angekommen entdeckten wir einen nahen Berg, der Hintere Goinger Halt, und entschieden uns noch ein paar Meter weiterzugehen. Von dort hatten wir ein grandioses Panorama über das Kaisergebirge. Über denselben Weg stiegen wir dann wieder ab zur Hütte. Der Tag belohnte uns mit einem fantastischen Sonnenuntergang, welcher in eine sternenklare Nacht mit vielen Sternschnuppen überging. Am nächsten Tag wollten wir es eigentlich ruhiger angehen lassen, jedoch motivierten uns die Berge um uns herum nochmal zu Größerem aufzubrechen. Der Weg führte über einen Wald bis zu einem langen Geröllfeld, drahtseilgesichert zum Kopftörl, von welchem wir noch ein paar Meter auf die andere Seite des Jochs abstiegen. Dort entscheiden wir uns nach einer kurzen Pause umzudrehen und zur Hütte zurückzukehren. Der Rückweg war sehr unterhaltsam, da wir durch das Geröllfeld abfahren konnten. Den Abend verbrachten wir wie am Vortag: Mit einem herrlichen Sternenhimmel. Am Sonntag hieß es dann „Servus Stripsenjochhaus“, denn wir machten uns am frühen Morgen auf die Heimreise. Nach einem langen Abstieg durch das Kaisertal erreichten wir Kiefersfelden, wo wir in den Zug einstiegen. Nachdem wir in München umstiegen, erreichten wir am Nachmittag Ulm und beendeten unsere Ausfahrt da wo wir sie angefangen hatten: am Seelturm.

 Bericht: Bergkatzen

 Fotos: Timm Häcker, Felix Stockburger