Schneeglocke - Juli 2020

 Zeitraum: 31.07 - 02.08.2020                                       Art: Hochtour
 Gruppe: Alpenträumer, Kletteraffen

 

Am Freitag, dem 31. Juli 2020 trafen sich 6 Kletteraffen, 4 Alpenträumer sowie 3 Jugendleiter um 8 Uhr am Seelturm. Erst wurde Leihmaterial ausgegeben und Material kontrolliert, dann ging es auch schon los ins schöne Montafon zum Silvretta-Stausee. Dort begann der Aufstieg zur auf 2.362 m gelegenen Klostertaler Umwelthütte. An der Hütte angekommen bezogen wir zuerst unser Lager und übten anschließend Spaltenbergung mit der losen Rolle. Am Abend gab es als Vorspeise Spätzle in Gemüsebrühe und als Hauptgang leckeren Gemüsereis. Nach dem Essen packten wir noch unsere Rucksäcke und gingen dann ins Bett, da wir am nächsten Morgen früh aufstehen sollten. Um 5 Uhr klingelte der Wecker, dann gab es Frühstück – Müsli mit gesalzenem Tee. Wir machten uns startbereit und gingen dann um 6 Uhr los. Zuerst liefen wir ein Stück durch gerölliges Gelände, bis wir zum Klostertaler Gletscher kamen. Dort übten wir zuerst das Laufen in Seilschaften und das Gehen mit Steigeisen und Pickel. Außerdem lernten wir das Verhalten auf dem Gletscher. Anschließend setzten wir das gelernte in die Tat um und stiegen den Gletscher bis 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels auf, wo wir Steigeisen und Pickel deponierten. Auf den letzten Metern bis zum Gipfel merkten wir dann doch die Höhe, doch als wir auf dem Gipfel der 3.223 Meter hohen Schneeglocke standen, waren alle Strapazen vergessen. Dort konnten wir die wunderschöne Aussicht auf den Piz Buin, das Silvrettahorn und viele weitere Gipfel genießen. Nach Gipfelvesper und Gipfelfoto machten wir uns bereit für den Abstieg. Wir nutzten dafür dieselbe Route, wie wir auch für den Aufstieg genutzt hatten. Am unteren Ende des Gletschers übten wir noch das Setzen von Eisschrauben, ehe wir im Nieselregen wieder zurück zur Hütte abstiegen. Dort spielten wir Spiele und bereiteten das Abendessen vor. Als Vorspeise gab es Brühe mit Polenta-Resten und als Hauptspeise gab es diesmal Spaghetti mit Pesto. Nach dem Essen spielten wir noch eine Runde Werwolf, bevor alle müde ins Bett fielen. Am nächsten Tag durften wir bis 8 Uhr schlafen bevor es Frühstück gab – diesmal sogar mit ungesalzenem Tee. Dann spielten wir noch ein paar Spiele und packten unsere Rucksäcke, ehe wir wieder zum Stausee abstiegen. Da es regnete, stiegen wir schnell in die Autos und fuhren zurück nach Ulm, wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden. Es war eine sehr spaßige Ausfahrt, bei der wir viel gelernt haben.

 Bericht: Lars Hellwig
 Fotos:  Moritz Quincke