Arco - Oktober 2019

 Zeitraum: 26-29.10.2019                                               Art: Klettern
 Gruppe: Alpenträumer

 

Am Samstagmorgen war um 6:30 Abfahrt für uns am Sparkassendome. Wir fuhren direkt zu einem Parkplatz oberhalb von Arco. Von hier aus liefen wir, schwerbepackt mit Seilen, zu einem nahegelegenen Klettergebiet. Nach einer Vesperpause wurde fleißig geklettert und die warme Herbstsonne genossen. Nachdem auf dem Campingplatz Schlaf- und Küchenzelt gemeinsam aufgebaut waren, wurde das Gepäck ausgeladen. Zum Abendessen bereiteten wir Maultaschen mit Ei zu. Allen schmeckte es. Schon fast in der Nacht breitete man vor dem Zelt eine Plane aus, die Isomatten und Schlafsäcke wurden darauf verteilt und nach einem anstrengenden Tag mit schönstem Wetter schliefen alle recht schnell unter freiem Himmel ein.
Am nächsten Morgen erschrecken wir zuerst, denn wir hatten die Zeitumstellung in der Nacht vollkommen vergessen und so eine Stunde länger geschlafen als gedacht. Trotz alledem starteten wir nach einem guten Frühstück zu einer einfachen Wand, an der wir das Mehrseillängenklettern üben sollten. In Dreier- und Zweierseilschaften bezwungen wir die 4 Seillängen auf vier unterschiedlichen Routen. Nach einem Vesper am Fuß der Wand durfte, wer wollte, noch eine oder zwei Seillängen vorsteigen, um zu lernen, wie man einen Stand baut. Im Dunkeln begaben wir uns auf den Rückweg zum Auto und ließen die einfache, schräge Wand hinter uns. Zum Abendessen zauberte das Küchenteam Nudeln mit einer Tomaten-Gemüsesoße. Nach dem Abendessen enddeckten wir die Boulderhalle des Campingplatzes und verbrachten den Abend zusammen in der Halle mit Bouldern oder Kartenspielen. Auch in dieser Nacht wurde wieder draußen vor dem leeren Zelt oder in Hängematten geschlafen.
Am Montag wurden wir wesentlich früher geweckt, um zu einer zweiten, anspruchsvolleren Tour zu starten. Nach einem etwas längeren Aufstieg kamen wir an der Wand an und wir waren nicht die Einzigen. Trotzdem fanden sich für die Seilschaften geeignete Vier- und Sechs- Seillängenrouten. Bei gutem Wetter starteten die Gruppen in ihre Routen. Trotz einigen Wegfindungsproblemen in den Dreierseilschaften kamen alle gut durch die Routen und haben viel gelernt. Als wieder alle Alpenträumer beisammen waren, setzte man zum 40-minütigen Abstieg an. An den Autos angekommen, wurde wieder einmal gut gevespert. Auf dem Heimweg mussten noch Käse und Milch eingekauft werden. Da es kurz vor dem Zubettgehen anfing zu regnen, mussten alle schnell ins Zelt umziehen. Dort wurde dann noch fleißig Werwolf mit den am selbigen Abend selbstgebastelten und bezeichneten Karten gespielt.
Am Dienstag verschlechterte sich dann das Wetter, weshalb wir gegen Mittag zu einer kurzen Wanderung zur Burgruine Arco am Monte Colodri starteten. Dort wurde auf einer angrenzen Wiese gevespert und anschließend lange Spiele gespielt, bis man sich entschied, wieder abzusteigen. Am Camp angekommen, schnappten wir uns Kletterschuhe, Chalkbag und ein Crash Pad und liefen zum Boulderfelsen.
Am Mittwoch starteten wir dann wohl zur anstrengendsten Tour: dem Klettersteig „Via dell’Amicizia“ bei Riva del Garda. Nach dem die 600 Höhenmeter bis zum Einstieg überwunden und die Ausrüstung angelegt war, ging es über Sehr steile, rutschige, kalte und lange Eisenleitern zum Gipfel. Alle kamen oben gesund und munter trotz einiger Schwierigkeiten mit den Leitern und Schwindelfreiheit an. Nach einem kurzen, „abgespeckten“ Stück Abstieg konnten die Gurte ausgezogen und eingepackt werden und Die 1200 Höhenmeter Abstieg begannen. Da wir erst um 15:45 Uhr am Gifpel waren, mussten wir die letzten Zwei Stunden des fast 3 Stunden währenden Abstiegs im Dunkeln und mit Stirnlampen und Handytaschenlampen ausgestattet, schaffen. Am Auto waren alle sehr erschöpft, doch nach leckeren Nudeln mit Pilzsoße konnten alle glücklich die letzte Nacht in Arco verbringen.
Am Donnerstagmorgen begaben wir uns nach dem Packen des Autos erneut zu den Boulderfelsen, von welchen wir um 13 Richtung Ulm aufbrachen.
Vielen Dank an unsere Jugendleiter Moritz, Regina und Lukas; es ist wirklich schön, das ihr uns so etwas ermöglicht!

 Bericht: Lisa Gerlach
 Fotos: Moritz Quincke, Regina Heudorfer