Bouldern Fortainbleau - Juni 2019

 Zeitraum: 29.05 - 02.06.2019
 Art: Bouldern  Gruppe: JuMa

 

Zelte, Baguette, Sand und jede Menge Felsblöcke, so kann die erste große Ausfahrt der im November gegründeten jDAV-Jugendmannschaft zusammengefasst werden.
Die Ausfahrt begann zuerst einmal für alle mit einer kurzen Nacht. Um 3:50 Uhr morgens (bzw. Nachts!) trafen sich fünf verschlafene aber hoch motivierte Teilnehmer der Jugendmannschaft, um die weite Fahrt in das ca. 50km südlich von Paris gelegene Boulder-Mekka Fontainebleau anzutreten. Aufgrund des frühen Aufbruchs und der guten Motorisierung des vollgeladenen VW-Buses, war die französische Grenze schnell erreicht und schon um 11Uhr kamen die nun etwas weniger verschlafenen Teilnehmer am " Camping les Prés" an. Dort erwartete Sie ein herzlicher Empfang der restlichen Teilnehmer der Ausfahrt. Die waren zum Teil schon in den Tagen zuvor oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist.
Da es allen in den Fingern juckte und das Wetter mit strahlendem Sonnenschein lockte, wurde schnell der Bus entladen und das Zelt aufgebaut. Die nun 13 Personen starke Gruppe brach danach zügig zum ersten Bouldergebiet der Ausfahrt auf: 95.2. Das Gebiet bohnt sehr schöne Boulderrouten aller Schwierigkeiten, so dass sich schnell Grüppchen von ca. drei bis vier Personen zusammenfanden, die an unterschiedlichen Boulderproblemen knobelten. Die leichte Bewaldung und der sandige Boden ließen schnell die lange Autofahrt vergessen und stimmten alle perfekt auf die kommenden Tage ein. Nach einem gut genutzten Tag kehrten die Gruppe um 20Uhr auf den Campingplatz zurück und nutze das lange Tageslicht für ein ausgedehntes Camping-Dinner.
Am darauffolgenden Tag ging es in das Gebiet Apremont Désert. Der Zustieg vom Parkplatz war mit 40 Minuten deutlich länger als am Tag zuvor. Zustiegszeiten über die ein Alpinkletterer nur schmunzelt, setzten der mit Crashpads beladenen Gruppe an Boulderern schon etwas zu. Das Gebiet war deutlich bewaldeter als am Vortag und die Felsblöcke mit Boulderrouten lagen mehr im Gelände verstreut. Als die ersten Grüppchen sich an den Felsen probierten, setzte ein leichter Nieselregen ein, der das halten der ohnehin schon herausfordernden Slopern unmöglich machte. Was macht der etwas frustrierte Boulderer in dieser Situation? Erst mal Baguette essen und auf besseres Wetter hoffen! Zum Glück verzogen sich die Regenwolken und die Felsen begannen zu trockenen.
Nun konnte die Gruppen ein zweites Boulderziel für den Tag in Angriff nehmen: Das Gebiet Éléphant. Der Zustieg war mit 2 Minuten eher nach dem Geschmack der Boulderer und das Gebiet erfüllte auf sonst alle Anforderungen der Gruppe: Viel Boulder auf engem Raum, schöne Rastplätze im Schatten und der lieb gewonnen sandige Boden. Das jeder schnell eine Boulderroute als Projekt für sich fand, verschob sich die Rückkunft am Campingplatz auf 21Uhr. Nach dem gemeinsamen Abendessen waren dann auch alle schnell im Zelt, um fit für die kommenden Tage zu sein.
Am dritten Tag der Aufahrt ging es nochmal in das Gebiet Éléphant, wo einige Projekte abgeschlossen werden konnten und sich auch jeder noch etwas für die kommenden Jahre auf seine Liste setzen konnte. Diesmal war wurde die Rückfahrt zum Camping so gewählt, dass noch ein Bad im nahegelegenen Fluss in die Abendplanung passte und das sonnige und warme Wetter so voll ausgekostet wurde.
Am Tag danach wurde das Gebiet Rocher Canon angesteuert. Das bewaldete Gebiet bot einige schöne Boulder und auch schatten an diesem sehr heißen Tag. Wie schon die Tage zuvor wurde ein kleines Lager auf einer Lichtung aufgeschlagen und die Teilnehmer der Ausfahrt verteilten sich in kleinen Grüppchen an die Felsblöcke. Der Abend wurde noch für ein letztes fröhliches zusammensitzen unter Sternenhimmel und mit selbstgespielter Gitarrenmusik genutzt, bevor es am darauffolgenden Tag hieß: zusammenpack und alles in den VW-Bus verladen.
Die Abreise am heißesten Tag von allen war durchaus anstrengend. Die Zelte mussten abgebaut werden und alle Materialien wieder im VW-Bus verstaut werden. Zum Glück gab es noch für alle eine letzte Abkühlung in nahen Fluss, bevor die lange Heimfahrt nach Ulm angetreten wurde.
Insgesamt würde ich die Ausfahrt als vollen Erfolg werten und bin froh, eine so tolle Zeit mit einer Gruppe an nette und rundherum rücksichtsvollen Menschen verbracht haben zu dürfen.

 Bericht: Benjamin Ehlers
 Fotos: Benjamin Ehlers, Florian Klassen