| Hauskrach beim Alpenverein |
|
|
Hauskrach beim Alpenverein Jugendleiter rebellieren gegen DAV-Führung und legen aus Protest ihre Posten nieder. Von Roland Ströbele. Der Konflikt zwischen DAV-Führung und Jugendleitern schwelt seit Langem. Vor neun Jahren wurde die Jugendarbeit aller drei Ulm/Neu-Ulmer Jugendorganisationen des DAV unter einem Dach zusammengeführt. Diese Idee sei durch den Streit bezüglich der Kletterhalle in Neu-Ulm zerbrochen, stellen die Jugendleiter in einem Schreiben an die Eltern ihrer Schützlinge fest. „Wir haben unzählig viele Gespräche über Eintrittspreise, Jugendräume und ein besseres Miteinander mit dem DAV Neu-Ulm geführt und sind in der Zusammenarbeit keinen konstruktiven Schritt weitergekommen“, heißt es weiter. Schon vor einem Jahr haben die Jugendleiter ihre Forderungen an die Vereinsführung gerichtet: „Wir wollen an der Konzeption der Kletterhalle beteiligt werden.“ „Wir wollen uns in ein Belegungskonzept einbringen.“ „Wir wünschen uns, dass im Umgang miteinander zwischenmenschliche Werte und Umgangsformen wieder respektiert werden.“ „Wir wollen nicht als Spielball der Interessen Einzelner missbraucht werden.“ Auf diese damaligen Forderungen habe die Vereinsführung nicht reagiert. Ein „Hohn“ sei es, wenn die Vereinsführung den Jugendabteilungen nun verbilligte Eintrittspreise anbiete für Gruppenabende zu einer Zeit, in der keine solchen Abende möglich sind. Die Jugendabteilungen hätten für die Vereinsführung als Argument für den Bau des Millionenprojektes herhalten müssen. Gleichzeitig seien diese Abteilungen monatelang hingehalten und am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Auch seien die Jugendabteilungen nicht in die Konzeption der Räume für die Jugendarbeit eingebunden worden. Dasselbe gelte für die Hallenbelegung. Auch da seien die Jugendabteilungen ausgeschlossen worden. Dieter Danks habe dies damit begründet, dass durch die Jugendarbeit zahlende Kunden verdrängt würden. Dies zeigt in den Augen der Jugendleiter klar den Stellenwert, den Danks der Jugendarbeit einräume. Die Vorwürfe gipfeln in dem Satz: „Generell erleben wir eine Hinhaltetaktik, aber auch nicht eingehaltene Verabredungen.“ Hoffnungen auf neue Gespräche So können und wollen die Jugendleiter nicht weitermachen und haben deshalb die Zusammenarbeit mit der Vereinsführung aufgekündigt, betonen aber gleichzeitig ihren Willen zur Zusammenarbeit. Sie haben ihre Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich der DAV-Vorstand wieder mit der Jugendarbeit befasst, wenn sich in einigen Monaten der Betrieb der neuen Kletterhalle stabilisiert hat. Derzeit sei eine sachliche Diskussion zwischen Dieter Danks und vielen Jugendleitern nicht möglich, da die Konflikte nie offen und ehrlich aus der Welt geräumt worden seien. Jetzt warten die Jugendleiter auf ein klares Signal der DAV-Führung. Die will sich in einer Vorstandssitzung am 12. Dezember mit den Vorwürfen befassen. Quelle: www.augsburger-allgemeine.de |

